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Home NEU - Landschaftsarchitekten Landschaftsarchitekten Fassadenbegrünung von Patrick Blanc
Fassadenbegrünung von Patrick Blanc PDF Drucken

VGM (Vertical Greening Module) von Femox Green WallLebendige Mauer – Living Wall nennt man eine vertikale Anordnung von Pflanzen welche eine Wand schmückt. Die bepflanzte Wand kann drinnen oder draussen zum Einsatz kommen. Das klassische was wir kennen sind die Kletterpflanzen welche die Wände unserer Häuser schmücken. Jetzt denken Sie schon an Ihre Kletterpflanzen?

Outdoor Living Wände helfen nicht nur urbane Räume optisch zu beleben, aber auch die Energiekosten während der Sommermonate zu reduzierenNein - nicht ganz!

Ein wesentlicher Unterschied ist bei dieser Art von vertikaler Bepflanzung, dass die Pflanzen nicht im Erdreich verwurzelt sind. Während die Wände auf den ersten Blick nur einen sehr dekorativen Zweck erfüllen, ergänzen diese Wände auch unser Ökosystem. Die Pflanzen dekontaminieren unsere Innenräume, aber auch die immer dichter bebauten Städtflächen. Lebendige Mauer tragen dazu bei, Giftstoffe aus der Luft zu entfernen. Innenraumluft kann sehr hoch mit Schadstoffen belastet sein und  da die Menschheit den Grossteil ihrer Zeit in Innenräumen verbringt, kann sich dies auf Ihre Gesundheit drastisch auswirken. Outdoor Living Wände helfen nicht nur urbane Räume optisch zu beleben, aber auch die Energiekosten während der Sommermonate zu reduzieren, das Klima zu verbessern und Schadstoffe zu tilgen. Sogar Staub wird vorübergehend fixiert. Also viele Nebenwirkungen, welche uns ein Stück gesünder und angenehmer leben lassen. Vertikale Gärten sind seit langem bekannt und in einigen europäischen Ländern mit Erfolg realisiert. In Ländern, in denen sich die politisch Verantwortlichen Konzepte der Nachhaltigkeit erarbeitet haben sind die Resultate bemerkenswert. In Deutschland gibt es zum Beispiel über 10 Millionen Quadratmeter grüner Fassaden und Dächer.

 Botaniker Patrick BlancEin grosser Meister dieser „Kunst“ ist der in Paris geborene Botaniker Patrick Blanc. Als 12-Jähriger hatte er in einem Aquarium-Magazin gelesen, dass Wurzeln von Philodendren lose ins Wasser zu hängen (ohne Erde) gut für die Hygiene im Aquarium sei. Er selbst besass ein Aquarium mit Fischen und Pflanzen und probierte es aus. Die Pflanzen blühten und gediehen im Wasser ohne Erde. Einige Jahre später bei seiner ersten Reise nach Thailand und Malaysia sah er Pflanzen welche an feuchten Felsen gediehen, auch ohne Erde.

Als Blanc nach Paris zurück kam, goss er das Aquariumwasser aus und baute eine Stützvorrichtung für die Philodendren – die Pflanzen gediehen immer noch in voller Pracht.

Das waren seine ersten Beobachtungen –Heute arbeitet er mit international anerkannten Architekten und gewann mit seinen Ideen schon einige Preise und Awards. Patrick Blanc hat den vertikalen Garten erfunden und damit eine neue Dimension der Stadtbegrünung geschaffen.

Mittlerweile findet man verschieden Systeme um vertikal Gärten zu konstruieren. Patrick Blanc arbeite mit einer substratlosen Konstruktion. Ein Metallgerüst wird an der Wand angebracht, wo mit Vlies bespannte Hartschaumplatten montiert werden. Das Vlies ist zweilagig und dient als Wurzelraum. Zudem leitet es optimal Flüssigdünger und Wasser, welches mit den verschiedensten Bewässerungssystemen an die vertikalen Wände geführt wird.

VGM (Vertical Greening Module) von Femox Green WallEin weiteres System der Firma Femox GmbH in Würenlos sind die VGM (Vertical Greening Module) von Femox Green Wall. Es ist aus hochfestem aus leichten Kunststoff-Elementen zusammengesetzt. Jedes Modul ist 500mm breit x 560mm hoch mit einer wählbaren Tiefe von 150mm oder 250mm. Jedes VGM enthält einen Geotextilsack in die ein geeignetes, leichtes, hauptsächlich anorganisches Substrat geschüttet wird. Das Modul wird in einer Gärtnerei vorgepflanzt, damit die Wurzelbildung im waagrechten Zustand stattfindet. Die VGM ist mit einem Metallrahmen versehen und kann mit Trägern an einer Wand fixiert werden. VGM-Installationen umfassen ein Tropfbewässerungs-system, welches zeitgesteuert Wasser und Nährstoffe den Pflanzen zuführt. Die Bewässerungssysteme sind nötig weil der Wasserbedarf der Pflanzen nicht durch den Regen gedeckt werden kann. Die Entwicklung der Bewässerungstechnik ist sehr fortschrittlich und es bieten sich alle moderne Kommunikationsmittel an um die Bewässerung Bedarfsgerecht zu überwachen und steuern.

Von der Pflanze bis zum HandyDas PlantCare SMS DryAlarm System der Firma PlantCare in Russikon wird zum Beispiel zur Überwachung der Bewässerung von hochwertigen Raumbegrünungen wie Innengärten oder Pflanzenwänden sowie in Gewächshäusern eingesetzt. Sobald der Feuchtesensor das Unterschreiten einer Mindestfeuchte feststellt, wird automatisch eine SMS-Nachricht an das mobile Empfangsgerät eines oder mehrerer Empfänger verschickt. Dadurch können Bewässerungsprobleme früh erkannt, geeignete Massnahmen rechtzeitig eingeleitet und Verluste vermieden werden.

Wesentlich ist natürlich auch die Bepflanzung. Die Auswahl und somit auch der Erfolg ist von Lage, Sonneneinstrahlung, und dem Klima abhängig. In Mittel- europa wählt man oft eine Mischung winterfester Farne, Moose, Gräser und Büsche.

Fazit – lassen wir unsere Städte grüner werden! Denn dieser Reichtum steuert zur Verbesserung der Lebensbedingungen bei und fördert letztlich die Bio-Diversität jeder Stadt.